Bayreuther Festspiele: Der „KI-‘Ring’“ 2026 (Teil 3).
Die ersten Buhrufe – Ausweis wahrer Kennerschaft sensibler Musikliebhaber - treffen natürlich immer die Sänger und Musiker.
Egal, wie man es dreht und wendet: Die in Bayreuth noch...
Bayreuther Festspiele: Der KI-‘Ring’“ 2026 (Teil 2).
Man muss noch einmal ganz von vorn anfangen.
Was ist eigentlich – und uneigentlich – eine „Reflexion“? In philosophischem Sinn ein prüfendes und vergleichendes Nachdenken, in psychologischem Sinn...
Der Sinnspruch, dass große Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen, trifft auf die Geschichte in verschiedener Hinsicht zu – nicht allein in die Zukunft deuten manche Schemen, sondern auch in der lokalen, der „kleinen“ Historie werden jene Entwicklungen bemerkt, die alsbald zu einer neuen Bewegung oder Strömung anwachsen könnten. So geschah es im Jahre 1919 auch im beschaulichen Marktflecken Zell, als ein Mann versuchte, eine Revolution anzuführen – und es ihm, wenngleich nur für einen begrenzten Zeitraum, auch tatsächlich gelang.
Die „Urkatastrophe...
Jesus Christ Superstar im Nürnberger Staatstheater
„Die Rollen von Judas und Jesus erfordern Interpreten mit kräftigen, modernen Gesangsstimmen von beträchtlichem Umfang, die von Caiaphas und Annas einen Basso profondo und einen hohen oder Countertenor;...
Im Fremdenbuch des Gasthofs „Zum goldenen Stern“ in Muggendorf, also in der Fränkischen Schweiz, findet sich ein rätselhafter Eintrag: „Geheimer Rath von Goethe aus Weimar | Jean Paull Fr. Richter aus Baireuth.“ Das...
„Wir wissen ja, wie‘s wird“, sagt der Kritiker hinter mir. Weiß er „es“ wirklich? Wenn nicht einmal die (angeblich) weisen Nornen es wissen?
Natürlich weiß er‘s nicht – denn er hat ja kurz vor...
„Heute über Bayreuth Heimfahrt. Sehr langweilig.“ So lautet die lapidare Eintragung Bertolt Brechts, die er am 15. August 1913 in seinem Tagebuch niederschrieb, nachdem er vier Wochen lang in Bad Steben kuren durfte. Der junge Mann von 15 Jahren hatte es nötig gehabt: „Herzbeschwerden jetzt fast verschwunden“, wie er am Ende seines Aufenthalts im oberfränkischen Städtchen notieren konnte.
Bertolt Brecht und Bayreuth als geistige Lebensform: dies will nicht recht zusammengehen....
Seine Oper Pélleas et Mélisande, eines der Meisterwerke des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts, wird gerne als „Anti-Tristan“ bezeichnet. Vielleicht schrieb er sie auch deshalb, um zu beweisen, dass man Wagner verstanden haben muss, um ihn zu überwinden. „Ich fühle mich nicht versucht“, schrieb er, „das nachzuahmen, was ich an Wagner bewundere. Ich habe eine andere Vorstellung von der dramatischen Form: die Musik beginnt da, wo das Wort unfähig ist,...
Dass ein Musiker die Festspiele besucht, ist nichts Besonderes. Dass ein großer Komponist ein Werk in Bayreuth uraufführt, schon eher. „Das Konzert des Liederkranz, ein musikalisches Ereignis, wie es seit Jahren in den Annalen Bayreuths kaum seines gleichen findet“: derartig pathetisch beschrieb ein Rezensent der örtlichen Zeitung das Ereignis, das am 17. Oktober 1911 im Sonnensaal in der Richard-Wagner-Straße 4 den Zuhörern kredenzt wurde. Mit Max Reger war ein...
Nicole Glamsch und Jeanne Vogt beim Festival junger Künstler
Des Menschen Leben ist ein Schatten, seine irdischen Güter vergehen im Nichts, wenn der Blitz des...
Das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra beim Festival junger Künstler
Die Türken kommen! Das war einmal ein Schlacht- und Angstruf, doch nachdem die „Gastarbeiter“, wie...
Endlich erschienen: Hans Mayers Shakespeare und die Deutschen
Er war ein wahrer homme des lettres. Wie kein zweiter Literaturwissenschaftler vermochte...