Kategorie: Das neue Buch

  • Hoppelpoppel oder Jean Pauls Zauberland

    Hoppelpoppel oder Jean Pauls Zauberland

    Franzobels Jean Paul-Jubiläumsstück „Wenn du glaubst, ich bin eine von dir erfundene Figur, bist du auf dem Holzweg.“ Die dies sagt, in einem neuen Stück, einem Theaterstück, das sich um einen Autor dreht, der nie ein Theaterstück schrieb, ist Jean Pauls Mutter. Man konnte ihn hören, als es im Sommer 2025 in Wunsiedel uraufgeführt wurde:…

  • Schönheit im Licht der autobiographischen Lyrik

    Schönheit im Licht der autobiographischen Lyrik

    Kurt Kreilers wichtige Edition der Sonette „Shakespeares“ „Ich ist ein Anderer.“ Was 1871 der Dichter Arthur Rimbaud von sich behauptete, darf mit Fug und Recht auf Shakespeare, oder genauer: „Shakespeare“, gemünzt werden. Denn das ER, den man als den bedeutendsten Dichter aller Zeiten und Kulturen zu bezeichnen pflegt, ein „Anderer“ war, dürfte selbst dem bekannt…

  • Einzigartig: Ein schönes und wertvolles Erbe

    Einzigartig: Ein schönes und wertvolles Erbe

    Herbert Popps Die Sandsteinhäuser und Sandsteinbrüche im Bayreuther Land „Kein anderes Gestein hat die architektonische Gestaltung des Städtebildes mächtiger beeinflusst als der Rätsandstein.“ Wir lesen das Zitat in einem neuen Buch, das mit einem, dem Thema wie dem Werkstoff sozusagen angemessenen Titel daherkommt: Die Sandsteinhäuser und Sandsteinbrüche im Bayreuther Land. In der Tat: das Bayreuther…

  • Faszinierend, doch nicht fern

    Faszinierend, doch nicht fern

    Das Buch zur wiedereröffneten Archäologischen Staatssammlung München Erst vor wenigen Wochen wurde eine wertvolle Broschüre veröffentlicht, in der man die jüngsten archäologischen Funde, die in der Bayreuther Innenstadt gemacht wurden, präsentierte und einordnete (wir berichteten). Kurze Zeit später öffnete ein Museum nach jahrelanger Schließung und Neugestaltung von Neuem seine Pforten: die Archäologische Staatssammlung in München.…

  • Auf nach Oberösterreich!

    Auf nach Oberösterreich!

    Dickschädels Reisen: Ein Reisebuch auf den Spuren Anton Bruckners „R. träumt, daß ein Papst mit dem Aussehen von dem Musiker Bruckner ihn besuche, durch meinen Vater eingeführt (ungefähr Kaiser v. Brasilien), und wie R. ihm die Hand küssen will, küßt sie ihm S. Heiligkeit und nimmt darauf eine Flasche Cognac mit.“ „R“, das ist kein…

  • Vom Reichtum deutscher Sprachkunst und Kulturkritik

    Vom Reichtum deutscher Sprachkunst und Kulturkritik

    Endlich erschienen: Hans Mayers Shakespeare und die Deutschen Er war ein wahrer homme des lettres. Wie kein zweiter Literaturwissenschaftler vermochte er es, dem Leser und Hörer (er war auch ein begnadeter Redner) komplexe Zusammenhänge so auszubreiten, dass sie nicht unter Niveau erschienen und doch den Reiz des Diffizilen bewahrten. Er war auch in Bayreuth bekannt,…

  • Wolfsschlucht und Waldweben

    Wolfsschlucht und Waldweben

    Georg Högls Wald – Weber – Wagner Dass etwas mit des Deutschen liebstem Freizeit-Aufenthaltsort etwas nicht in Ordnung ist, wusste man schon vor Jahrzehnten, ja: bereits im frühen 19. Jahrhundert gab es Stimmen, die aus ökologischen Gründen die Zerstörung des grünen Habitats durch die industrielle Revolution anprangerten. Just in dieser Zeit entstand das erste der…

  • Eine Fantasie: Als Goethe Jean Paul in der Fränkischen traf

    Eine Fantasie: Als Goethe Jean Paul in der Fränkischen traf

    Im Fremdenbuch des Gasthofs „Zum goldenen Stern“ in Muggendorf, also in der Fränkischen Schweiz, findet sich ein rätselhafter Eintrag: „Geheimer Rath von Goethe aus Weimar | Jean Paull Fr. Richter aus Baireuth.“ Das Ganze ist undatiert, doch von örtlichen Touristikern wird behauptet, dass die Doppel-Eintragung, der man bis vor Kurzem auf den berühmten Leim ging,…

  • „In die kleine Kirche…“

    „In die kleine Kirche…“

    „In die kleine Kirche, mit vieler Rührung gemeinschaftlich mit den Hummelbauern Choräle gesungen.“ So vermeldet‘s das Tagebuch von Cosima Wagner am 14. Juli 1872. Man wohnt noch nicht in Bayreuth, sondern im nahen Fantaisie, und die Frau des Komponisten ergänzt ihre Notiz: „Die schmucklose Kirche, die stehende, nicht kniende Gemeinde, das gesungene Gebet, stimmten mich…

  • Neues über ein Haus von Weltrang

    Neues über ein Haus von Weltrang

    Wie viele Bücher über das Markgräfliche Opernhaus braucht der Mensch? Die Frage gebt verloren, wie es in den Meistersingern von Nürnberg heißt – denn ein Bauwerk, das das Beiwort „Weltrang“ verliehen bekommt, ist so faszinierend, dass im Lauf der Jahre noch neue Erkenntnisse hinzukommen können, die uns das Exzeptionelle immer besser begreifen lernen. Im Fall…