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Perspektiven – Bayreuther Komponisten

Das neue AlbumPerspektiven – Bayreuther Komponisten

Das Bayreuther Festival Zeit für neue Musik hat in der vergangenen Zeit sowohl „moderne“ Musik als auch die Musik einer Moderne produziert, die weniger schockierend klingt als der Anfang einer CD, mit der die Arbeit des Festivals repräsentiert wird. Mit dabei bei den ausgewählten 9 Stücken, aufgenommen zwischen 2013 und 2021, sind die Matadoren Helmut Bieler und Wolfram Graf, auch Marko Zdralek, Michael Starke und Horst Lohse, die mit Stadt und Region eng verbunden sind. Mit forschen „Gralsklängen“ beginnt das Programm, mit einem Intermezzo für Saxophon, Klavier und einem ungewöhnlichen Instrument fädelt sich das Programm aus. Steingraeber konstruierte eine Gralsglocke, die in Helmut Bielers initialen Gralsklängen wie in Wolfram Grafs Intermezzi für eine eigentümliche Klangqualität sorgen – hinüber grüßend zu Wagner, aber ebenso frei von ihm wie Zdraleks Einsam wachend…, einem Solo als „Reflexion über Erda und Brangäne“, das sich den Tonraum der Bassflöte erbläst, erschnauft, eratmet. Starke steuerte ein Violoncellostück bei, das Tristan und Isolde heißt, aber mit Wagner so viel zu tun hat wie Grafs Rege(r) Klänge mit der Humoreske des oberpfälzischen Komponisten. Am Ende verbindet alle Stücke ein Tasten in einer freieren Tonalität, die den Blick eher nach Innen als nach Außen wendet: mit Bielers Sopran-Poème auf einen Text Jacques Preverts als drittem Höhepunkt in einem Programm, das durch gelegentliche Delikatessen, nicht durch Schockwellen, ein Gegengewicht zur hysterischen Gegenwart anbietet.

Label: Audiotransit.                                 

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