Kategorie: Bayreuther Festspiele

  • Bayreuth erlebt

    Bayreuth erlebt

    Der Bass Hans Sotin (*Dortmund 10.9.1939) debütierte 1962 in Essen und ging 1964 an die Hamburgische Staatsoper. Es folgte eine internationale Karriere, die ihn u.a. nach Chicago, New York, London, Wien und Mailand führte. Im Mittelpunkt seines Repertoires stehen die Basspartien in Werken Richard Wagners, u.a. tritt er von1972 bis 1999 bei den Bayreuther Festspielen…

  • Es wurde gut

    Es wurde gut

    „Wir wissen ja, wie‘s wird“, sagt der Kritiker hinter mir. Weiß er „es“ wirklich? Wenn nicht einmal die (angeblich) weisen Nornen es wissen? Natürlich weiß er‘s nicht – denn er hat ja kurz vor 16 Uhr noch nicht die vier Sänger gesehen und gehört, die 2023, in Nachfolge der Vorjahresinterpreten, die Hauptrollen Siegfried, Brünnhilde, Hagen…

  • Kein Infarkt: Im Herzen des Musik-Theaters

    Kein Infarkt: Im Herzen des Musik-Theaters

    Adorno, dem sachliche Irrtümer vorzuwerfen so leicht ist wie bei ihm immer wieder verblüffend richtige Beobachtungen zu bemerken – Adorno hat in seinem „Versuch über Wagner“ die zentrale Gestalt des „Ring“ konzis charakterisiert. Zu „markieren“ sei, so der Musikphilosoph, „die Figur des Verrats am Helden der Tetralogie, Wotan. In dessen Bilde treten Rebell und Gott,…

  • Innige Beziehungen

    Innige Beziehungen

    „Ich kenne das Stück“, sagt der Kritiker in der 26. Reihe. Nun ja, ob man den „Ring des Nibelungen“ wirklich „kennen“ kann, sei dahingestellt. Hagens Frage: „Kennst du genau den Ring“ zielt ja nicht grundlos auf eine Irritation ab, die in besonderem Maße bei diesem Großwerk des Musiktheaters stets aufzutreten pflegt, wenn man sich Text…

  • Nachdenken über den Stoff

    Nachdenken über den Stoff

    Letztes Jahr machte er viel Lärm auf der Gasse der Bayreuther Festspiele: der neue „Ring“, inszeniert von Valentin Schwarz. Heuer haben sich, was zu vermuten war, wie schon wähend des zweiten Zyklus des letzten Jahres die Gemüter ein wenig beruhigt, auch wenn der Dirigent und damit sämtliche Musiker im Graben ein paar respektlos-ridiküle Buhs abbekommen.…

  • Kein Tristan ist wie der andere

    Kein Tristan ist wie der andere

    Kein Tristan ist wie der andere. Oder anders: Wenn Clay Hilley die männliche Titelpartie von Wagners „Handlung“ in drei Aufzügen singt, haben wir es natürlich mit einem anderen Tenor – und einer latent anderen Figur zu tun als die, die 2022 für zwei Vorstellungen auf die Bühne des Bayreuther Festspielhauses kam. Anders ist schon –…

  • Glänzend und bewegend

    Glänzend und bewegend

    Der Anklang an den Beginn der ersten Szene des „Lohengrin“ dringt durchaus nicht zufällig ins Ohr. Richard Wagner, der eine zustimmende Rezension zum Werk des großen Kollegen schrieb, erinnerte sich Mitte der 40er Jahre sehr genau an den Beginn des anderen Opus‘, über das er seinerzeit so begeistert berichtet hatte. Also Mendelssohns „Paulus“! Dass er…

  • Sehr lustig – und herzerwärmend

    Sehr lustig – und herzerwärmend

    Das „große“ und das „kleine“ Bayreuth – darf man diese Unterscheidung machen? Natürlich nicht; das sagen ja schon die Gänsefüßchen. Oder anders: Wie sich die Bilder von Fern zu ähneln scheinen – denn hier, in der „kleinen“, wie dort, in der „großen“ Oper namens „Parsifal“ treten gleich zwei Kundrys auf. Nur, dass in der Kinderoper,…

  • Doppelbilder und -Frauen

    Doppelbilder und -Frauen

    Die Hauptsache sind eh die Sänger. Wenn Elīna Garanča im zweiten Akt auf der Bühne steht, wird die Frage, ob „die“ Brille „es gebracht“ hätte, völlig unwichtig. Oder anders, frei nach Wieland Wagner: Was brauche ich eine zweite Brille auf der Nase, wenn ich die Garanča auf der Bühne sehe? Nein, diesmal gab es keinen…

  • Vom Grünen Hügel

    Vom Grünen Hügel

    Bayreuth 3. August 2002  (Teil 2)  Herr Wagner, im ersten Teil dieses Gesprächs unterhielten wir uns über die vielen Probleme, die es mit Sir Georg Solti in Bayreuth gab. Man sprach damals, oder besser, die Schallplattenfirma sprach damals vom‚ Ringdirigenten unserer Zeit. Solti hatte in den 60er Jahren mit den Wiener Philharmonikern und unter Mitwirkung…