Kategorie: Bayreuther Festspiele

  • Der Sänger und die Sängerin

    Der Sänger und die Sängerin

    Siegfried bei den Bayreuther Festspielen Was ist eigentlich – und uneigentlich – eine Inszenierung? Man versteht darunter, vertraut man dem einschlägigen Internet-Lexikon, „das Einrichten und die öffentliche Zurschaustellung eines Werkes oder einer Sache. Dies betrifft im engeren Sinne den Bereich der darstellenden Kunst“. Schon recht, aber gehört zu einer Inszenierung nicht auch immer der oder…

  • Es wurlt – mit Rationalität und Zauber

    Es wurlt – mit Rationalität und Zauber

    Neu: Der Almanach 2025 der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth „Es wurlt“, sagt Christoph Wagner-Trenkwitz, der Dramaturg der Bayreuther Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg. Wurlen: das heißt auf gut deutsch „durcheinanderlaufen“ und „wimmeln“ – oder geschäftig arbeiten. Beide Bedeutungsebenen könnten auf den neuen Almanach der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth gemünzt werden, der nun schon…

  • Mehrdeutig und packend

    Mehrdeutig und packend

    „Die Walküre“ bei den Bayreuther Festspielen Seltsam: Manche Szenen versteht man erst, nachdem man sie ein paar Mal gesehen hat, oder anders: Manche Bedeutungen erschließen sich einem erst, nachdem man darauf verzichtet hat, eine Szene nur nach einer Bedeutung hin zu verstehen. So geschehen zu Beginn des 2. Akts der Walküre in der Inszenierung von…

  • Der Mond hängt tief über Walhall

    Der Mond hängt tief über Walhall

    Das Rheingold bei den Bayreuther Festspielen Der Mond hängt tief über Walhall. Das ist das Alte, das wir schon kennen. Valentin Schwarz aber ist verschwunden. Verschwunden? Ja, denn Gott Donner tritt, aber das war schon im letzten Jahr so, nicht mehr in der Maske des Regisseurs auf, der 2022 mit seinem Ring noch so viel…

  • Eine Komödie, was sonst?

    Eine Komödie, was sonst?

    Zur Neuinszenierung der Meistersinger in Bayreuth Im dritten Akt schmunzelt man wieder. Man lächelt noch lauter, wenn man, wie der Rezensent, einen französischen Schwager hat oder / und sich in Frankreich oder den französischen Käsesorten auskennt. Man könnte allerdings auch zu jener Fraktion der Wagnerkenner gehören, die spätestens seit Alex Ross’ Wagnerwirkungsgroßwerk Die Welt nach…

  • Zur Aufklärung über Siegfried Wagner

    Zur Aufklärung über Siegfried Wagner

    Bayreuth 1925 – Ausstellung der Siegfried-Wagner-Gesellschaft im RW21 Scheint es nicht, als würde das Bild Siegfried Wagners immer mehr aufgelichtet werden? Zumindest für diejenigen Wagner-Freunde, die sich auch für Siegfried Wagner interessieren, den man nicht mehr oder doch nicht allein als Sohn eines großen Vaters bezeichnen sollte? Dass wir heute auf den einst als Komponist…

  • Bayreuther Festspiele 2024: Tristan und Isolde

    Bayreuther Festspiele 2024: Tristan und Isolde

    Bildschön, bewegend – und durchdacht Tristan und Isolde bei den Bayreuther Festspielen 2024 Foto (c) Enrico Nawrath Sie schauen, buchstäblich, in ein katastrophisches Loch. Sie erzählen sich ihre Geschichte – und sie wissen, dass ihnen, wie es bei Kleist heißt, „auf Erden nicht zu helfen ist“. Sie: das sind Camilla Nylund und Andreas Schager. Er…

  • Vom Grünen Hügel

    Vom Grünen Hügel

    Tonbandgespräche mit Wolfgang Wagner von Raymond Tholl Bayreuth, 14. August 1999 (Teil 4) Herr Wagner, in all den Jahren, in denen ich die Festspiele besuche und wo wir uns vor laufendem Tonband regelmäßig unterhalten, habe ich eine Feststellung gemacht, da ich auch die Gelegenheit hatte, mich mit vielen Künstlern und auch Leuten von hinter den…

  • Vom Grünen Hügel

    Vom Grünen Hügel

    Tonbandgespräche mit Wolfgang Wagner von Raymond Tholl Bayreuth 14. August 1999 (Teil 3) Mit stehenden Ovationen wurde am Ende der Festspiele ein Mann verabschiedet, der während fast drei Jahrzehnten für die außergewöhnliche Perfektion des Festspielchores garantierte: Norbert Balatsch. Norbert Balatsch, der damalige Nachfolger von Wilhelm Pitz, wollte demnächst in Wien, wie er selbst sagte, „die…

  • Und wieder ein neuer Holländer

    Und wieder ein neuer Holländer

    Was haben Georg Zeppenfelds Gurnemanz und Daland mit Manuela Bauernfeind gemeinsam? Beide Male, zu Beginn des „Parsifal“ und des „Fliegenden Holländers“, kommen sich der Gralsmönch und der Kaufmann näher: im Fall der Kundry-Doublette mit einem schließlich denn doch befriedigenden Ergebnis für alle Beteiligten, im Fall der namenlosen Mutter H.s (wie er am Beginn der Ouvertüre…