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Bayreuth erlebt: Tonbandgespräche mit KS Birgit Nilsson

PodcastBayreuth erlebt: Tonbandgespräche mit KS Birgit Nilsson

Der hochdramatische Sopran Birgit Nilsson (1918 – 2005)

Nilsson Birgit, eigentlich Märta Birgit Svensson, schwedische Sängerin (hochdramatischer Sopran),

Geboren bei Karup (Kristianstad) 17.5.1918 ; studierte ab 1941 Gesang und war 1946-58 Mitglied der Königlichen Oper in Stockholm. Ihre grosse Stimme wurde von Fritz Busch entdeckt. Es folgten Einladungen zu den Festspielen in Glyndebourne und Bayreuth. Nilsson wurde v.a. in der Rolle der Isolde in ‘Tristan und Isolde’ und als Brünnhilde in ‘Der Ring des Nibelungen’ von Wagner weltberühmt und sang an allen wichtigen Bühnen, u.a. an der Metropolitain Opera in New York sowie in London, Wien und München. Neben dem Wagner-Repertoire erarbeitete sie sich u.a. Partien von Richard Strauss, z.B. die Titelpartie in ‘Elektra’, die Färberin in ‘Die Frau ohne Schatten’ oder auch die Turandot in Puccinis gleichnamiger Oper.

(Der Brockhaus ‘Musik’, Mannheim).

Birgit Nilsson bei den Bayreuther Festspielen

1953 begann ihre Zeit auf dem Grünen Hügel als Solistin der 9ten Sinfonie von Beethoven. 1954 folgte die Elsa in Lohengrin, 1954 die Ortlinde in der Walküre. Ihre Zeit als Jahrhundert-Isolde begann 1957 und bis 1970 sorgte sie für Sternstunden bei den Festspielen. Grandios auch ihre Brünnhilde, so sang sie die drei Brünnhilden in der Walküre, Siegfried und Götterdämmerung 1960, 1965, 1966 und 1967,

die zwei Brünnhilden in Siegfried und Götterdämmerung 1961 und 1962.

Bayreuth erlebt, Tonbandgespräche mit Birgit Nilsson

wurde 1995 in Luxemburg aufgezeichnet. Damals wurde unter dem Titel ‘Bayreuth erlebt’ im Grossen Theater der Stadt Luxemburg ein Abend zu Ehren von Wolfgang Wagner veranstaltet. Es wirkten mit, das Orchester der Bayreuther Festspiele 1995 und Überraschungsgäste, unter ihnen KS Birgit Nilsson und KS Theo Adam.

La Nilsson, mein Leben für die Oper.

In ihren Memoiren ‘La Nilsson’ erschienen 1997 im Wolfgang Krüger Verlag, schreibt Frau Nilsson eine lustige Geschichte, die sich 1962 nach einer viel umjubelten Tristan-Premiere zugetragen hat:

Die Premierenfeier nach dem ‘Tristan’ im Neuen Schloss begann ungewöhnlich spät. Das Publikum hatte uns unendlich lange festgehalten, zunächst bis alle Lichter im Saal gelöscht waren, und dann, indem es den Ausgang mit seinen nach Autogrammen ausgestreckten Programmen verbarrikadierte. Ein sehr mühsamer, aber doch erfreulicher Vorgang.

Ich sass zwischen Karl Böhm und dem Oberbürgermeister Hans Wild am Tisch. Wir waren immer noch von dem ungeheuren Erlebnis erfüllt. Karl Böhm war allerbester Laune – was, weiss Gott, nicht immer der Fall war -, und in einem Anfall überschwenglicher Bewunderung wandte er sich an mich: Birgit, wenn du aufhörst zu singen, dann werde ich auch aufhören zu dirigieren. Dieses unerhörte Kompliment war für den Bürgermeister nur schwerlich zu übertrumpfen. Er schwieg eine Weile, und dann kam es : »Frau Nilsson, wir möchten Sie hier in Bayreuth begraben!

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