Autor: Frank Piontek

  • Ein Team von Individualisten

    Ein Team von Individualisten

    Zur Oper! Awards-Preisverleihung in Regensburg „Diese Auszeichnungen“, schreibt der Intendant Sebastian Ritschel, „sind weit mehr als bloße Zierde – sie sind ein Zeichen lebendiger Theaterarbeit, hervorragender künstlerischer Qualität in allen Abteilungen, großer kreativer Leistungsbereitschaft und Ausdruck unseres künstlerischen Mutes“. Der Intendant ist der des Theaters Regensburg – demnächst des Staatstheaters Regensburg, worauf man am Abend…

  • Doppelsieg für Verdi und Wagner

    Doppelsieg für Verdi und Wagner

    Bei Steingraeber: Klavierklasse Sontraud Speidel Rigoletto gegen Tannhäuser – wer siegt? Beide! Denn Liszt hat alle zwei bearbeitet. Das Programm, das die Musikhochschule Karlsruhe – Klasse Prof. Sontraud Speidel – in Steingraebers Kammermusiksaal geschickt hat, aber beginnt nicht mit einem der Großmeister der Mitte und des späten, sondern des frühen 19. Jahrhunderts. Ein (Wiener) Klassiker,…

  • Ein betörendes Vexierspiel

    Ein betörendes Vexierspiel

    Borodins „Fürst Igor“ am Theater am Gärtnerplatz Man hat ja schon öfters Komponisten auf der Opernbühne gesehen. Richard Wagner tauchte nicht erst in Barrie Koskys Bayreuther Meistersinger-Inszenierung in persona auf. Nun sehen wir nicht weniger als drei individuelle musikalische Größen auf einer Opernbühne vereint. Es hat seinen tieferen Grund. Alexander Borodins Fürst Igor – eines…

  • Ein Nachtstück für Kinder und junge Katzen

    Ein Nachtstück für Kinder und junge Katzen

    Die Bayerische Staatsoper spielt Henzes Die Englische Katze Hans Werner Henze ist inzwischen ein seltener Gast auf unseren Bühnen. Nach seinem Tod wurde es um den Altmeister der Musik und des Musiktheaters merklich ruhiger. Wenn in München Die englische Katze auf dem Spielplan steht, hat man es also mit einer Rarität zu tun. Wer sich…

  • Ein Riesenerfolg für die Prinzessin

    Ein Riesenerfolg für die Prinzessin

    Puccinis Turandot am Staatstheater Nürnberg „Geil!“ Das war eine durchaus gängige Meinung, die sich bereits während des ersten Akts Bahn brach, um am Ende in einen stürmischen Beifall für Alle zu münden. Man kann die Oper als Märchen erzählen, keine Frage. Man kann jedoch auch die Figur der Turandot durch die Zeiten und Kulturen wandern…

  • Im demokratischen Zentrum

    Im demokratischen Zentrum

    Gregor Gysi im Zentrum Der Bühnentechniker richtet schon mal das Licht ein: Rot auf rotem Vorhang. Rot – so könnte man auch das Lebensprogramm des Gregor Gysi bezeichnen, würde sich nicht mit der Farbe eine Assoziation verbinden, die von der bürgerlichen Mitte längst zum ideologischen Alteisen gepackt wurde. Kommunismus, Sozialismus, das sind so Begriffe, mit…

  • Pianistische Zeitreise oder Mehrere Talentstufen

    Pianistische Zeitreise oder Mehrere Talentstufen

    Studenten der Dresdner Hochschule für Musik bei Steingraeber Nobel – so, denkt man, könnte Chopin seine Stücke gespielt haben. So graziös-zurückhaltend, dabei nicht impotent, so stellt man sich eine Art von idealem Chopin-Spiel vor: als Salonmusik von höchsten Graden. So endet das Konzert der Klasse Prof. Karl-Heinz Simon, der fünf seiner begabten Spielerinnen und Speiler…

  • Ein kleines Theaterwunder

    Ein kleines Theaterwunder

    „La Bohème“ in Coburg Sie sind so etwas wie ein Traumpaar der Oper: Mimi und Rodolfo. Wohl und Wehe einer Bohème-Aufführung hängen weniger von irgendwelchen Regiekonzepten oder Ausstattungsorgien, nicht von der Wandfarbe, sondern von den Sängerinnen und Sängern der Hauptrollen ab – wobei auch die Interpretinnen und Interpreten der Musetta und der drei Bohème-Freunde, genau…

  • Auf der Straße nach Westen

    Auf der Straße nach Westen

    Armanos neues Album I hate to leave I hate to leave – der Titelsong könnte Schwarzes verheißen, aber es geht „nur“ um das Gefühl, das man vielleicht hat, wenn man sich auf einer Konzerttournee befindet. Im Grunde aber geht es, Ride on, auf Armanos neuem Album immer um Reisen – dafür sorgt nicht allein der…

  • Tanz – aber kein Tanztheater

    Tanz – aber kein Tanztheater

    Richard Siegals Nürnberger Einstand Sagen wir es positiv: Was Richard Siegal, der neue Nürnberger Compagniechef, mit seiner ersten Produktion realisiert hat, ist Tanz, kein Tanztheater. Dass er in enorm große Fußstapfen tritt, nachdem Goyo Montero 17 kurze Jahre lang die Herzen der Nürnberger für das moderne Tanztheater Monteroscher Prägung bewegt hat, versteht sich von selbst…