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Ein Fenster in die Vergangenheit
Das hervorragende Buch zur Nürnberger Fastnacht „Mit dem jährlichen Schembartlauf öffnet die Gesellschaft weiterhin ein kleines Fenster in die Vergangenheit zu einem ganz besonderen Aspekt der Nürnberger Stadtgeschichte – und das lebendiger als eine Museumsausstellung das könnte.“ Der letzte Satz des letzten Aufsatzes im anzuzeigenden Band ist so wahr wie bescheiden – denn die Ausstellung,…
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Zum Abschied: Große Kammermusik
Elaia Quartett & Nasti in Bayreuth Wer weiß: Vielleicht wäre niemals ein Werk Giuseppe Martuccis in Bayreuth, geschweige denn bei den Kulturfreunden Bayreuth e.V., live gespielt worden, wäre nicht im Jahr 2026 das Gedenkjahr 150 Jahre Bayreuther Festspiele über die Stadt gekommen. Was aber hat Giuseppe – „wer??“ – Martucci mit den Festspielen zu tun?…
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Im Gasthof zur Hoffnung
Karolina Kuszyk stellte ihr Buch In den Häusern der Anderen vor Gasthof zur Hoffnung – so kann man es immer noch auf der Fassade von einem der verrammelten alten Häuser lesen, die in Westpolen vor sich hin rotten. Gasthof zur Hoffnung: Wenn man will, kann man das Versöhnungsangebot der polnischen Autorin Karolina Kuszyk genau so…
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„Das war hübsch“
New Ballets Russes am Staatstheater Nürnberg „An ihrem Maß aber, dem Maß der Haltung von Karl Kraus, wird alle Musik, die nicht die Schönbergsche Konsequenz zieht, mag sie sich neoklassisch (…) gebärden, als konformistisch kenntlich.“ So sah es, in aller Radikalität, der Musikphilosoph, -kenner und -hasser Theodor W. Adorno, und so liest man es seit…
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Eine Materialschlacht: Wagners „Rienzi“ bei den Bayreuther Festspielen 2026
Markus Kiesel über die „Bayreuther Fassung“ des Rienzi Siegfried Wagner dachte darüber nach, hat den Plan aber verworfen. Wieland Wagner dachte darüber nach und inszenierte die Oper immerhin in Stuttgart. Richard Wagners Rienzi erhielt nie einen Zugang zu den Bayreuther Festspielen. Nun wird es soweit sein: Im Sommer 2026 wird er zum ersten Mal auf…
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Bewegende Bilder, auch mit Sand gemacht
Dvořáks Geisterbraut im Theater Hof Antonín Dvořáks Geisterbraut, eine Dramatische Kantate, wie man in Hof das Stück werbewirksam betitelt, laut Textbuch eine Ballade nach der Dichtung von Karel Jaromir Erben, ist ein sehr seltenes Stück – umso schöner, dass das Theater Hof es jetzt nicht allein in einer konzertanten, sondern in einer quasi halbdramatischen Form…
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Sie brauchen uns nicht…
Leider wichtig: Miriam V. Leschs Wald in der Studiobühne Gewidmet Katharina Reiche und der Bundesregierung Erst vor einigen Tagen konnte man im Neuneinhalb den Film Silent Friend anschauen. Botanischer Mittelpunkt des in drei Zeiten spielenden Streifens ist ein Gingkobaum, der, schön nachhaltig und schön zufällig gepflanzt in Goethes Todesjahr 1832, im Botanischen Garten zu Marburg…
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Eine alte Liaison
Very very smooth Jazz Wagner bei Steingraeber Wagner und Jazz, geht das? Und ob! 1964 gab Stan Kenton sein Wagner-Album heraus, ein Monument des Progessive Jazz. Im Wagner-Jubeljahr legte der Drummer Eric Schaefer mit Who is afraid of Richard W.? eine beeindruckende Variationsfolge über Motive aus Wagners Opern vor. Insofern ist der Programmtitel Smooth Jazz…
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Aus Anlass der Festspiele
Wieder mal in Bayreuth: Das Klavierduo Tal & Groethuysen Wo Schönberg drauf steht, muss nicht Schönberg drin sein. Dies war schon einmal die erste Überraschung, die das bekannte Klavierduo Tal & Groethuysen im Zentrum präsentierte. Auch in Bayreuth sind sie keine Unbekannten; sie waren bereits im letzten Wagner-Jubiläumsjahr am Ort, als sie in der Stadthalle…
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Die Kunst, in Nürnberg Lieder zu singen
Laura Hilden singt Schubert und Wolf „Die Kunst, Schiller zu sprechen“ – so heißt ein bekannter Aufsatz von Ernst Bloch. Die Kunst, Lieder zu singen – so könnte eine Rezension übertitelt sein, in der es um Lieder von Schubert und Wolf geht – und um die Interpretinnen eben dieser Lieder. Lieder im Gluck, so heißt…